Bauanleitung zu einem Komplettsystem

Diskutiere und helfe bei Bauanleitung zu einem Komplettsystem im Bereich Hardware im Windows Info bei einer Lösung; Hier beschreibe ich, wie man einen Komplett-PC aus den einzelnen Komponenten (inkl. Gehäuse) zusammenbaut. Anhand eines AMD-Prozessors, sowie eines... Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von Caveman, 27. September 2006.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Caveman
    Caveman inaktiver Moderator
    Registriert seit:
    7. Oktober 2005
    Beiträge:
    4.036
    Zustimmungen:
    0

    Bauanleitung zu einem Komplettsystem


    Hier beschreibe ich, wie man einen Komplett-PC aus den einzelnen Komponenten (inkl. Gehäuse) zusammenbaut. Anhand eines AMD-Prozessors, sowie eines Intel-Prozessors.

    Bevor Ihr anfangt rumzubasteln, solltet Ihr nachsehen, ob alles da ist, was Ihr braucht:
    -Kreuzschlitzschraubenzieher
    -Mainboard, Netzteil, Prozessor, -kühler, Arbeitsspeicher, Festplatte(n), Grafikkarte(n), Soundkarte (ggf.Onboard) und die optischen Laufwerke (DVD-Brenner o.ä.)
    -Heizkörper zum Erden
    Bevor es nun richtig losgeht, solltet Ihr Euch erden. Das heißt, die Spannung, die der Körper im Laufe des Tages aufbaut abfließen lassen z.B. durch das Anfassen eines Heizkörpers. Schlimmsten Falles kann es sonst passieren, dass die Elektronikbauteile eines Schlag bekommen und dann hin sind!
    Schritt 1: Einsetzen der CPU
    Intel Core 2 Duo:
    Der Prozessorsockel ist von einer Schutzklappe verdeckt. Entfernt das Plastikteil, indem Ihr es vorsichtig mit Finger oder Schraubenzieher an der mit "Remove" beschrifteten Lasche anhebt. Danach zieht Ihr den Hebel leicht vom Sockel weg und legt ihn dann nach oben um. Klappt nun den Metallrahmen in die entgegengesetzte Richtung weg. Der Sockel ist nun frei zugänglich. CPU und Steckplatz verfügen über eine Kerbe und Aussparung und passen nur in eine Richtung. Setzt den Prozessor senkrecht von oben ein und achtet auf die richtige Ausrichtung. Nun klappt Ihr zuerst den Halterahmen wieder über die CPU. Danach legt Ihr den Hebel erneut um und lasst ihn unter der Metalllasche am Sockel einrasten. Dazu ist etwas Kraft erforderlich, also passt auf, dass Ihr nicht abrutscht.

    AMD AM2:
    Hier gestaltet sich der Einbau einfacher. Stellt den Hebel leicht seitlich ohne Kraftaufwand in eine senkrechte Position. Nun setzt Ihr die CPU so ein, dass die Ecke mit dem goldfarbenen Dreieck und die ebenfalls mit einem Dreieck am Sockel markierte Ecke übereinstimmen. Schließt nun den Hebel wieder ohne großen Kraftaufwand.
    Schritt 2: Wärmeleitpaste auftragen
    Verwenden könnt Ihr dabei die Wärmeleitpaste, die beim dazugekauften CPU-Kühler dabei ist. Ich kaufe mir immer eine eigene Paste mit hohem Silberanteil (Silber leitet die Wärme besser ab). Bei der Boxed-Variante ist bereits ein wärmeleitendes Material am Kühler aufgebracht (Core 2 Duo und AM2). Das kann man beruhigt im normalen Betrieb verwenden. Wenn Ihr eine eigene Paste verwendet müsst Ihr die Tube anstechen und eine geringe Menge von ca. 1cm Länge auf dem Heatspreader (die kleine Metallplatte dient dem Schutz des CPU-Kerns) auf und verteilt diese dann mit einem Stück Papier oder dem Finger gleichmäßig.
    Schritt 3: Kühler einbauen
    Da es viele verschiedene Kühler gibt, bitte ich Euch die beiliegende Anleitung zu beachten! Eine Erklärung gebe ich zu den Boxed-Kühlern ab:
    Intel: Der Intel-Boxed Kühler ist nicht für mehrere Montagen ausgelegt. Dreht die 4 Stifte vor dem Ansetzen gegen die Pfeilrichtung. Danach setzt Ihr den Kühler über den Sockel und drückt vorsichtig und über Kreuz die 4 Spreizstifte fest. Wollt Ihr den Kühler wieder entfernen, löst Ihr die Arretierung am einfachsten mit einem normalen Schlitz-Schraubenzieher.
    AM2: Viele Boxed-Kühler für Sockel 939 passen auch auf den Sockel AM2. Da braucht Ihr lediglich die Klammern an einer Seite einhaken und den Kühler vorsichtig runter drücken, bis auch die andere Seite einrastet.
    Schritt 4: Arbeitsspeicher einbauen
    Öffnet die weißen Riegel der Speicherbänke. Sowohl DDR- als auch DDR2-Speicher verfügen über eine Einbaukerbe an der Unterseite. Vergewissert Euch, dass Ihr den Speicher richtig herum ansetzt und drückt nun gerade von oben in den Slot. Mit mäßigen bis kräftigem Druck beider Daumen fixiert Ihr den Riegel. Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn Ihr 2 Riegel und die Dualchannel - Technologie nutzen wollt schaut Ihr entweder auf das Mainboard (dort sind bei den meisten Boards die Speicherbänke farblich gekennzeichnet - unnötig zu erwähnen, dass 2 Riegel in 2 gleichfarbige Bänke müssen) oder in den Mainboard-Guide. Dort ist ebenfalls beschrieben, wie die Speicherriegel eingesetzt werden müssen um Dualchannel nutzen zu können.
    Schritt 5: Funktionstest (kann man auch auslassen)
    Steckt für den Funktionstest die Grafikkarte in den PCI-Express Slot (s. Schritt 10). Nun verbindet den 20- oder 24-poligen ATX-Stecker und den 4- oder 8- poligen 12-Volt Anschluss des Netzteils sowie den CPU-Lüfter mit dem Mainboard (s. Schritt 9). Verbindet die Grafikkarte mit Netzteil und Monitor. Vergesst ebenfalls nicht, auch die Tastatur an das Board anzuschließen. Nach dem Start geht Ihr mit der "Entf"-Taste ins BIOS und schaut unter "PC Health Status" o.ä. nach, ob die CPU nicht wärmer als 50°C wird und ob die Lüfterdrehzahl stimmt. Bei manchen Boards kommt man durch das Drücken von "F2" und anschließend "Entf". Schaut am Besten mal ins Handbuch. dort steht es sonst auch beschrieben.
    Schritt 6: Netzteil einbauen
    Es kommt hierbei drauf an, wie Euer Gehäuse aufgebaut ist. Bei einigen Gehäusen muss man eine Netzteilblende abschrauben und das Netzteil von hinten mit dem Kabelbaum voran in das Gehäuse schieben. Danach wird die Blende mittels Grobgewindeschrauben mit dem Netzteil verschraubt und anschließend verschraubt Ihr dann die komplette Einheit mit dem Gehäuse. Bei anderen Gehäusen, wird das Netzteil von innen gegen die Rückwand gesetzt und festgeschraubt.
    WICHTIG: Je nach Platzverhältnissen im Gehäuse und den Positionen der ATX-Stecker auf dem Mainboard, sollte man diesen Arbeitsschritt flexibel behandeln. Denn bei kleineren Gehäusen ist es ratsam zuerst das Mainboard einzubauen. Außerdem solltet Ihr darauf achten, dass das Netzteil komplett vom Strom getrennt ist.
    Schritt 7: Gehäuse vorbereiten
    Den meisten Gehäusen liegen Schraubensets mit bei. Achtet darauf, beim Verschrauben darauf, dass Ihr die richtigen Schrauben verwendet, da andernfalls die Gewindefräsungen zerstört werden können. Haltet zunächst das Mainboard einmal probehalber in die Einbauposition und merkt Euch, wo sich die, mit einem Metallrand versehenen, Bohrungen befinden. An diesen Stellen setzt Ihr die mitgelieferten Abstandshalter ein. Wahlweise könnt Ihr wieder im Mainboard-Guide nachschauen, wo diese Abstandshalter hingehören (ist etwas einfacher, als das MoBo reinzuhalten). Schraubt diese Abstandshalter mit der Hand fest, auf keinen Fall mit einer Zange, da sonst das Innengewinde zerstört werden kann.
    Schritt 8: Mainboard einbauen
    Kontrolliert zunächst, ob Ihr wirklich nur an den vorgesehen Stellen die Abstandshalter montiert habt, andernfalls besteht die Gefahr das MoBo kurzuschließen. Als nächstes entfernt Ihr die ATX-Blende und setzt die, dem Mainboard mitgelieferte Blende von innen in das Gehäuse ein. Vorsicht ist geboten, denn die Kanten sind oftmals recht scharf. Über den LAN- und PS/2 Anschluss befinden sich Haltelaschen. Beim unachtsamen Einsetzen des Boards kann besonders der Netzwerkanschluss beschädigt werden. Biegt die Laschen ein wenig nach oben, um dieser Falle aus dem Weg zu gehen. Setzt nun das Board ein. Verschraubt das Board mit den Abstandshaltern über Kreuz.
    Schritt 9: Kabel anschließen
    Wenn Ihr die Kabel anschließt, beginnt mit den ATX-Stromanschlüssen. Je nach Mainboard müsst Ihr dafür einen Adapter verwenden, da es 20- und 24- polige ATX bzw. 4- und 8- polige ATX-Anschlüsse gibt. Meistens funktionieren jedoch auch Netzteile mit 20/4 Polen an Mainboards, die für 24/8 Kontakte ausgelegt sind. Diese Adapter liegen allerdings Markennetzteilen bei. Danach schließt Ihr die übrigen Kabel an. Front-USB- und Audio-Stecker sind beschriftet und liegen beim Gehäuse bei oder sind schon drin. Für die genaue Verkabelung schaut bitte ins Handbuch zum Mainboard.
    Schritt 10: Grafikkarte einbauen
    Ihr steckt die Grafikkarte senkrecht von oben in den dafür vorgesehenen Slot. Mit sicherem Druck beider Daumen rastet die Graka im PCI-Express-x16-Slot ein. Wendet dabei keine Gewalt an. Anschließend muss nur noch die Stromverbindung zum Netzteil hergestellt werden (ist nicht bei jeder Grafikkarte so).
    Schritt 11: Laufwerke einbauen
    Um die Festplatte einzubauen, sucht Ihr Euch zunächst 4 Grobgewindeschrauben. Die Laufwerke setzt Ihr an den dafür vorgesehenen Platz und schaut ob die Gewinde zu sehen sind. Anschließend wird dann wieder über Kreuz festgeschraubt. Bei SATA Laufwerke müsst Ihr darauf achten, dass die Stecker fest sitzen. Wenn ein Laufwerk noch über einen 5,25 Zoll Stromanschluss (4-Pin) verfügt, solltet Ihr diesen nutzen, da dieser fester sitzt. Bei PATA-Anschlüssen (IDE) müsst Ihr zusätzlich darauf achten, dass die Jumperstellung bei Festplatten bzw. optischen Laufwerken achten.

    Dann wären wir auch schon fertig!
     
  2. User Advert


    Hi,

    willkommen im Windows Forum!
Thema:

Bauanleitung zu einem Komplettsystem - Hardware

Die Seite wird geladen...

Bauanleitung zu einem Komplettsystem - Similar Threads - Bauanleitung Komplettsystem

Forum Datum

Bauanleitung für eine bootfähige AntiViren-CD gesucht

Bauanleitung für eine bootfähige AntiViren-CD gesucht: Angenommen, man hat eine AntiViren-Software z.B. von G-Data, Kaspersky oder Avira auf einem Datenträger oder als Downloadversion. Diese AntiViren-Programme besitzen die Eigenschaft, bootfähig zu...
Software 25. März 2009
Bauanleitung zu einem Komplettsystem solved
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.